16 | 12 | 2017

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Von den Anfängen bis zur Jahrhundertwende

Im Jahr 1861 gründete der Landwirt Josef Aschauer (1822 – 1909; Flügelhornist) im Rahmen der Liedertafel (zur der auch ein Streichorchester gehörte) die Bürgermusikkapelle Eferding; die Kapellmeisterstelle übernahm der Grundbuchführer Alois Hödl (auch Chorleiter der Liedertafel). Bis zum Jahre 1923 rückte die Kapelle üblicherweise in Zivil aus, nur bei großen Festen und Veranstaltungen der Veteranen wurde die Veteranenuniform getragen.

1875 übernahm der Lebzelter Ignaz Vogl (1842-1908, Flügelhorn und Piccoloflöte) das Amt des Kapellmeisters. Aus dieser Zeit stammt auch der traditionelle Fronleichnamsweckruf. Die Bürgermusik zog „frühmorgens“ durch die Straßen, „um die Träumer zu wecken“ (Zeitungsnotiz aus 1899).

 

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1865

1895

 

Bis zum ersten Weltkrieg

 

1905 bis 1920 war Franz Vogl, der Sohn von Ignaz Vogl, Kapellmeister; zusätzlich hatte er von 1913 bis 1935 die Obmannstelle des Musikvereins inne. Im Jahr 1913 löste sich die Blaskapelle aus dem Verband der Liedertafel; am 28. Oktober 1913 wurden die Statuten des „Musikvereins Eferding“ von der k.k. Statthalterei genehmigt. Dem Kapellmeister (unter dem Titel „Musikdirektor“) unterstand sowohl die Blaskapelle als auch das Streichorchester.

Da während des ersten Weltkrieges die Stadtkapelle ihre Tätigkeit einstellen musste, wurden die Fronleichnamsfeste in den Jahren 1917 und 1918 durch eine Jugendkapelle (bestehend aus Blechbläser und Schlagzeugern unter der Leitung des Hrn. Grill, Lehrer in der Volksschule Rockersberg) musikalisch begleitet.

 

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